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Na­wal­ny zu drei Jah­ren Haft ver­ur­teilt

Gerichtsverhandlung gegen die Freiheitsrechte  

Kurz nach seiner Ankunft in Russland wurde der russische Regierungsgegner Alexej Nawalny in Moskau zu drei Jahren Haft verurteilt. Er lag die letzten 5 Monate in Berlin und Baden-Württemberg im Krankenhaus, um sich von einem Giftanschlag im September zu erholen. Die Begründung des Moskauer Gerichts für seine Haftstrafe: Nawalny soll gegen seine Bewährungsauflagen verstoßen haben.  

Im Jahr 2014 wurde Nawalny in einem früheren Prozess auf Bewährung entlassen. Das bedeutet, dass er sich nach dem Gerichtsverfahren in einer sogenannten Bewährungszeit an bestimmte Regelungen (Bewährungsauflagen) halten muss. Zum Beispiel an die Meldeauflage. Diese besagt, dass sich Nawalny persönlich und regelmäßig in Moskau hätte melden müssen. Das ist während solcher Bewährungsauflagen also reine Routine. Das war ihm aber nicht möglich, da er als Patient in deutschen Krankenhäusern behandelt wurde und lange Zeit im Koma lag.  Auch europäische Politikerinnen und Politiker, wie unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel, sowie die britische Regierung, sprechen sich für die Freilassung Nawalnys aus. Denn das Urteil gegen Nawalny richtet sich gegen die Menschenwürde und Freiheitsrechte.  

Demonstrationen gegen den Präsidenten  

Das russische Gericht sieht das aber anders und machte aus Nawalnys früherer Bewährungsstrafe eine Haftstrafe. Doch viele Menschen stehen hinter Nawalny. In ganz Moskau gibt es hitzige Demonstrationen. Menschen gehen auf die Straße, um sich für die Freilassung Nawalnys auszusprechen. Während der Gerichtsverhandlung wurde sowohl das Moskauer Gericht abgesperrt als auch das Zentrum Moskaus und der Rote Platz. Die Moskauer Polizei stellte Gefangenentransporte bereit. Knapp 300 Demonstrierende wurden während der Verhandlung vor dem Moskauer Gericht verhaftet. 

Währenddessen nutze Nawalny seinen letzten Auftritt vor dem Gericht und wandte sich mit seinen Aussagen gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin und den Inlandsgeheimdienst FSB. Sie seien für den Giftanschlag verantwortlich gewesen, sagte Nawalny und appellierte an die russische Bevölkerung, die Angst gegen Putin zu überwinden. Und mit den Demonstrationen nicht aufzuhören. Denn viele vermuten, dass die Gerichtsverhandlung nur ein Vorwand dafür war, den russischen Regierungskritiker Nawalny zum Schweigen zu bringen, während in ganz Russland Menschen gegen Putin demonstrieren.   

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Eure Kommentare

Ich finde es nicht fair! Nur weil er seine Meinung geäußert hat, heißt das nicht, dass er zu 3 Jahren Strafe  verurteilt werden muss! Es macht mich traurig und wütend, dass gegen die Menschenrechte verstoßen wird!!
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Also der Herr Navalny hatte genug Zeit sich zu melden, doch leider musste er ein Filmchen drehen und in Deutschland Urlaub machen. 
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Ich finde das richtig gemein.​​​
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Unfair. Er kann doch nichts für den Giftanschlag!
Die russische Regierung ist einfach nur unfair! Weil die Regierung denkt, dass die Einwohner egal sind und nur sie wichtig ist. Aber die russische Regierung ist nicht dazu berechtigt andere Menschen zu unterdrücken! Denn auch wenn die russische Regierung das nicht so will, haben sie trotzdem nicht mehr Rechte als jeder andere Russe oder Mensch! Nawalny hat voll und ganz Recht!
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Ich find das unfair. Alexei konnte nichts dafür das er im Koma lag, außerdem kann man sich ja schlecht melden wenn man im Koma liegt
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Das ist wirklich unfähr , davon habe ich auch schon gehört. Es ist das Gute Recht der Menschen sich für etwas einzusetzen und zu demonstrieren .  LG Gast 2233445
Ich finde seine Strafe nicht gerecht! DREI JAHRE im Gefängnis?? Wenn ich mir vorstelle in 3 Jahren bin ich in der 8. Klasse!!! Wie soll er sich in Moskau melden wenn er in Berlin im Koma liegt das ist doch soooo dumm 
Ich finde es gar nicht gut, dass er verhaftet wurde. Er will doch nur sein Land besser machen!
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Das war unfehr, arme alexei