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Neue EU-Kli­ma­zie­le bis 2030

Ziel: 55 Prozent weniger Treibhausgase

Nach Beratungen, die die ganze Nacht andauerten, haben sich die Mitgliedstaaten der EU entschieden: Die Klimaziele für das Jahr 2030 sollen deutlich verschärft werden. Ziel ist es nun, dass bis zum Jahr 2030 55 Prozent weniger Treibhausgase ausgestoßen werden sollen als im Jahr 1990. Bisher lag das Ziel bei 40 Prozent. Zu viele Treibhausgase in der Erdatmosphäre sind die Ursache für die Klimaerwärmung, da sie zu viel von der Wärmestrahlung der Erde absorbieren und wieder an sie abgeben.

Klimaschützer und Klimaschützerinnen kritisieren das neue Ziel, da es ihnen nicht weit genug geht. Nach ihnen müsste der Ausstoß von Treibhausgasen um 65 Prozent reduziert werden, damit das Klima sich um nicht mehr als 2 Grad erhöht. Dieses Ziel wurde vom Pariser Klimaschutzabkommen festgelegt.

Weniger CO2-Emissionen durch Corona-Pandemie

Für das Jahr 2020 wurde bereits ein weltweiter Rückgang im Ausstoß des Treibhausgases Kohlenstoffdioxid verzeichnet. Der Rückgang beträgt 7 Prozent im Vergleich zu 2019, ein Rekordwert, wie das das Forschungsnetzwerk „Global Carbon Project“ mitteilte. Ein Grund für die Abnahme der CO2-Emissionen ist die verringerte Nutzung von Kohleverbrennung als Energiequelle.

Größtenteils ist die Abnahme aber auf die Corona-Pandemie zurückzuführen. Durch das Reiseverbot gab es zum Beispiel viel weniger Flugverkehr als in anderen Jahren. Laut Schätzungen von Expertinnen und Experten müsse der Ausstoß von Treibhausgasen in den nächsten Jahren jedoch noch mehr zurückgehen, um den Klimawandel zu verlangsamen.

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