Eure Geschichten

Ei­ne Gott­heit na­mens Shai­wan (Ka­pi­tel 4)

Allein im Wald

Sie stand allein im Wald, ganz allein. Selbst der Fuchs hatte sich aus dem Staub gemacht. Es war still, komplett still. Die Blätter der Bäume hatten aufgehört, zu rauschen, die Vögel hatten aufgehört zu zwitschern und selbst der kleine Bach murmelte nicht mehr. Es war, als wäre die Zeit stehen geblieben. Nein, die Zeit IST stehengeblieben. Das einzige, was sich bewegte, war der Himmel, der plötzlich stockduster war. Wieso konnte sie trotzdem etwas erkennen? Sie ging etwas weiter, ganz normal, ein Blitz durchzuckte den schwarzen Himmel. Sie hörte eine wütende Stimme: „Wie oft habe ich dir schon erzählt, dass du vorsichtiger sein solltest.“ „Ja, ja, ich weiß!“, ertönte eine weitere Stimme. Ein weiterer, noch hellerer, Blitz zuckte kurz über den Himmel. Dann war alles wieder normal, nun ja, bis auf die Tatsache, dass Annika und das Eichhörnchen immer noch verschwunden waren.

Eine neue alte Freundin

Jule ging nach Hause, auf dem ganzen Weg schaute sie sich misstrauisch um. Sie entschied, dass sie niemanden von dem Ereignis erzählen würde. Den gesamten weiteren Tag war sie zu jedem, den sie nicht gut kannte, misstrauisch. Diese Nacht konnte sie nicht gut einschlafen, immer und immer wieder musste sie an den Vorfall denken. Wieso konnte sie dieses Ereignis nicht einfach vergessen? Am nächsten Tag in der Schule: Annika saß normal auf ihrem Platz, zum Glück! Sie blickte fröhlich von ihrem Buch auf und winkte sie zu sich. Jule ging ungläubig auf sie zu. „Weißt du, wovon ich heute geträumt habe? Von unserem coolem Sommerurlaub mit Dora“, meinte sie gleich, nachdem sie bei ihr ankam. Jules Augen weiteten sich automatisch. Was hatte sie, verdammt nochmal, verpasst? Wer war Dora und was meinte sie mit „Sommerurlaub“? „Was? Wovon redest du? Wer ist Dora und welchen Sommerurlaub meinst du?“, entgegnete Jule darauf entsetzt. Ein wunderschönes, braunhaariges Mädchen kam herein, Dora. Warte, woher wusste sie das? Sie hatte dieses Mädchen davor noch nie in ihrem Leben gesehen. Jule blickte Dora einmal von oben nach unten an und danach noch einmal von unten nach oben an. „Hi, Jule! Hi, Annika!“ „Wer um alles in der Welt bist du?“, fragte Jule ungläubig. „Ich bin Dora, deine beste Freundin, wir kennen uns seit dem Kindergarten!“, antwortete Dora, während sie Jule forschend ansah. In ihrem Blick lag Entsetzen, Bewunderung und Angst. Herr Schlaubert kam herein und begann den Tag.

Das Zimmer

Am Nachmittag ging Jule, ohne sich zu verabschieden, aus dem Klassenzimmer, den riesigen Korridor entlang, die 39 Stufen nach unten und rannte fast aus dem Schulgebäude, auf zu sich nach Hause, in ihr Zimmer. Als sie nach 5 Minuten 27 Sekunden (neuer Highscore) endlich in ihrem Zimmer ankam, schloss sie hastig die Tür und schloss die hohe Tür ab. Irgendwas war anders. Sie war wie versteinert. Die weiße Tür war Türkis! Sie war gestern wohl so müde, dass sie das übersah! Als wäre das nicht schon genug, hingen viele, sehr viele Bilder von Dora, ihr und Annika an der Tür. Sie kniff die Augen zu und tastete sich zu ihrem Bett durch das Zimmer und legte sich hin. Langsam öffnete sie die Augen. Sie war in ihrem Zimmer, gut, sie lag in ihrem Bett, auch gut, aber ihr Zimmer war anders eingerichtet und nicht nur das, es war ein anderes Zimmer, das Zimmer ihres kleinen Bruders, nicht gut! Woher wusste sie, wo sie hinmusste? Sie zog die Decke über ihr Gesicht, es war eine andere Decke, sie war kuschelig weich. In ihrem Kopf ploppte ein Gedanke auf, der aber sofort wieder weg war. Aber Bruchteile waren noch in ihrem Kopf:

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