Eure Geschichten

Things I couldn't say - 2. Kapitel

Heyy, das ist ist das zweite Kapitel von TICS. 

Viel Spaß damit :)

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If this was meant for me, why does it hurt so much?

So hold my body, yeah, hold my breath - see your face when I blackout, I'm never coming back.

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- Fear of the Water (SYML)

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Sobald ich einen Fuß vor die Haustür setzte, fing es an zu regnen. Hatte jetzt jeder was gegen mich? In meinem Kopf wirbelten nur Dads Worte herum. GEH. VERLASS DIESES HAUS. SO JEMANDEN MÖCHTE ICH HIER NICHT HABEN. GEH, BIS DU VERNÜNFTIG WIRST.

Der Regen prasselte wie aus Eimer auf den grauen, rauen Asphalt und spülte Kreidemalereien davon. Das Wasser sammelte sich in Pfützen, gerann und wurde in Abwasserkanäle geleitet. Ich spürte kaum, wie ich immer nasser und nasser durch die immer größer werdenden Tropfen wurde. Ich war nicht willkommen. Nirgendwo. Wo denn auch, wenn nicht Zuhause? EsgibtkeinenOrtwoichhinkann...

Salzige Tränen liefen meine Wangen hinunter, und ich setzte mich einfach auf den Bürgersteig, den Rücken gegen die Wand gelehnt. Meine Klamotten klebten nun an meiner Haut. Zu eng. Sie schmiegten sich an meinen Körper. Ich wollte ihn nicht spüren. Er war der Grund für das alles...

Eine halbe Ewigkeit verging. Ich konnte nicht mehr unterscheiden, ob Regentropfen oder meine eigenen Tränen mir langsam das Gesicht runterliefen. Immer wieder stieg ein leises Schluchzen meinen Hals hoch. Und zusammen mit dem Wetter, beruhigte ich mich und saß nur noch nachdenklich, klitschnass auf dem Bürgersteig.

Irgendwann fingerte ich mein Handy aus meiner Hosentasche.

Keine Nachrichten.

Fuck.

Was hatte ich erwartet?

Ich hatte kein Zuhause.

Ich atmete tief durch, um nicht wieder mit dem Weinen anzufangen. Blind starrte auf mein Display.

Milan.

Ich tippte auf das Telefonsymbol und wählte mit - vor Kälte - tauben Händen die Nummer des einzigen Freundes, dem ich zutrauen würde, mir zu helfen.

Mein Bildschirm leuchtete auf und zeigte über dem Namen ein Bild an, auf dem ich, Elyas und Milan lächelnd posierten. Sofort drückte ich den Aus-Knopf und das Display erlosch. Dafür aber hatte das Tuten aufgehört und ich hörte Milans weiche Stimme durch den Lautsprecher: „Ja, hallo?"

„Äh, hi...", krächzte ich mit belegter Stimme.

„Was brauchst du?" Ich hörte eine leise Besorgnis in seiner Stimme.

„Ähm..ich..."

Ja, was brauchte ich? Wie erklärt man jemandem, von dem du Hilfe willst, dass man sich geoutet hatte und rausgeschmissen wurde? Milan wusste nichts von meiner Identität, nichts davon, was mich gerade beschäftigte.

„Bist du noch dran?" Milans Stimme holte mich zurück in die Realität. „Ja, klar", sammelte ich mich. „Ich, uh, wurde...meine Eltern..."

„Warte kurz, Bro", unterbrach er mein Gestotter. Er sprach deutlich lauter als zuvor. Im Hintergrung hörte ich Stimmen, jemand rief seinen kleinen Bruder Yunus und ihn.

„Ja?", rief Milan der Stimme zu. Sie redeten irgendetwas, was ich nicht verstand, dann wandte sich Milan wieder an mich.

„Sorry, muss auflegen, meine Familie ist zu inkompetent-", hörte ich ihn noch sagen, bevor ein Tuten erklang.

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