Da­mit Kin­der nicht aus­ge­beu­tet wer­den

Es gibt immer noch Kinder, die den ganzen Tag wie Erwachsene arbeiten müssen. In Indien oder in arabischen Ländern müssen zum Beispiel Mädchen von früh bis spät Teppiche knüpfen. Man sagt, ihre zarten Hände eignen sich besonders gut für diese Arbeit. Diese Mädchen haben keine Zeit zum Spielen, keine Zeit zum Lernen, sie müssen schon vor Tagesanbruch aufstehen und kommen erst spät am Abend ins Bett. Außerdem bekommen sie für ihre Arbeit viel zu wenig Geld. Das ist Ausbeutung.

Vor Ausbeutung müssen Kinder geschützt werden. Die Regierungen der einzelnen Länder sollen Gesetze schaffen, in denen genau vorgeschrieben wird, von welchem Alter an ein Kind arbeiten darf, wie lange es arbeiten darf und welche Arbeit es überhaupt tun darf. Denn nicht jede Arbeit ist für junge Menschen geeignet. Viele Arbeiten sind eine Gefahr für die Gesundheit oder für die seelische Entwicklung von Kindern.

Ein Schluck Bier oder ein Zug von der Zigarette, das scheint zuerst ganz harmlos zu sein. Dann kommen aber die nächsten Zigaretten, die nächsten Gläser Bier. Mit der Zeit kann man sich daran gewöhnen, und dann fühlt man sich nur noch wohl, wenn man was zu rauchen oder zu trinken hat. Man ist abhängig. Tabak und Alkohol gehören zu den Suchtstoffen, die abhängig machen, wie Rauschgift oder bestimmte Medikamente.

Man kann Suchtstoffe trinken oder rauchen, essen, schmecken, riechen oder schnüffeln. Wer abhängig ist von dem Zeug, muß immer mehr davon zu sich nehmen, obwohl er merkt, wie sein Körper allmählich davon zerstört wird. Suchtstoffe machen krank, todkrank sogar.

Man kann an einer Sucht sterben. Wer von einer Sucht loskommen will, braucht Hilfe: von einem Arzt oder von einer Drogenberatungsstelle. Suchtstoffe gehören nicht in die Hände von Kindern. Alkohol darf an Kinder unter sechzehn Jahren nicht verkauft werden.

Harte Drogen, die ganz sicher abhängig machen, dürfen auch an Erwachsene nicht verkauft werden. Dennoch gibt es immer wieder Leute, die geben Rauschgift an Kinder weiter. Sie wollen sie abhängig machen.

Und wenn die Kinder dann mehr von dem Zeug wollen, verlangen diese Leute viel Geld dafür. Sie beuten die Gesundheit der Kinder aus. So ein Verbrechen wird auf das strengste bestraft. Viele Erwachsene mögen Kinder. Sie spielen mit ihnen, und die Kinder haben ihren Spaß dabei.

Es gibt aber auch Erwachsene, die spielen so mit Kindern, daß den Kindern der Spaß vergeht. Sie machen Spiele mit ihnen, die nur Erwachsene schön finden. Sie fassen ihre Geschlechtsorgane an und tun so, als ob sie die Kinder liebten. Für Kinder ist das abstoßend und schlimm. Manche Kinder haben dann große Angst, aber sie können sich nicht wehren. Manche Kinder haben so viel Angst, daß sie mit niemandem darüber sprechen wollen.

Manchmal locken solche Menschen die Kinder mit Geld und Geschenken. Manche zwingen Kinder mit Gewalt zu diesen Spielen. Das ist ,,sexuelle Ausbeutung". Ein Kind kann sich dagegen kaum wehren. Es braucht Hilfe, wenn es in eine solche Lage gerät. Rat und Hilfe bekommt es vom Jugendamt, von einer Beratungsstelle oder auch von seinem Lehrer, wenn es ihm über seine Probleme erzählt. Das Kind muß vor dem Erwachsenen geschützt werden, der es sexuell belästigt.

Kinder sind schwächer als Erwachsene.

Sie können daher auch leicht zum Opfer einer Entführung werden oder zum Opfer einer Organisation, die durch Kinderhandel Geld verdienen will. Auch davor müssen Kinder geschützt werden. Erwachsene haben viele Möglichkeiten, die Schwäche und das Vertrauen der Kinder zu ihrem Vorteil auszunutzen. Die Regierungen, die das Übereinkommen unterzeichnet haben, müssen alles tun, die Kinder vor allen möglichen Formen der Ausbeutung zu schützen.

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