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Self­pu­blis­hing - ei­ne Mög­lich­keit ei­ne Ge­schich­te zu ver­öf­fent­li­chen

Hi! Nachdem ich einen Beitrag darüber geschrieben habe, wie man ein Manuskript an einen Verlag sendet, werde ich heute über eine andere Form der Buchveröffentlichung schreiben: Selfpublishing!

Was ist Selfpublishing?

Selfpublishing kommt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie „Selbstverlag“. Genau das ist es auch. Ein Autor verlegt ein Buch selbst. Er kann diese Form der Veröffentlichung nutzen, um sein Buch zu veröffentlichen, ohne dass er dazu einen Verlag braucht, der sein Buch drucken möchte. Es gibt verschiedene Plattformen für Selfpublishing, wie zum Beispiel Books on Demand, epubli, Lulu oder Amazon. Bei den drei Erstgenannten kann dein Buch gebunden (auf Papier gedruckt) und als E-Book (digitales Buch) erscheinen, bei Amazon zur als E-Book. 

Wie geht Selfpublishing?

Um ein Buch im Selbstverlag zu veröffentlichen, musst du dich zuerst für eine Plattform entscheiden, die du benutzen möchtest. Dann musst du dich anmelden, und dann kann es auch schon losgehen. Du musst auf „Neues Projekt“ klicken. Dann erscheint dort vermutlich so etwas wie „Schritt 1“. Dort musst du meistens den Namen des Buches und den Autor angeben. Der Autor bist in dem Fall du, also wenn du das Buch geschrieben hast. Du kannst auch ein Pseudonym verwenden, also einen ausgedachten Namen. Da musst du dir aber selbst einen Namen ausdenken und darfst nicht den Namen von einer bereits vorhandenen Person, die zum Beispiel selbst Autor ist, benutzen. Du kannst auch nur deinen Vornamen als Pseudonym benutzen. Die nächsten Schritte sind bei jedem Unternehmen unterschiedlich. Aber alle haben eins gemeinsam. Sie drucken dein Buch nur, sonst machen sie gar nichts.

Was muss ich beim Selfpublishing alles selbst machen?

Kurz: Alles. Du musst Autor, Lektor, Illustrator und vieles mehr sein. Also musst du dein Buch schreiben, auf Rechtschreibung und Grammatik korrigieren, dein Cover und die Bilder (falls du welche willst) malen, die Kurzbiografie über dich schreiben, den Klappentext schreiben, Werbung machen und deine Geschichte nach Logikfehlern absuchen. Das klingt erst einmal abschreckend, aber es hat auch Vorteile. Du hast zum Beispiel alles selbst in der Hand und kannst alles genau nach deinen Vorstellungen gestalten. Außerdem bist du bestimmt nicht alleine. Du kannst deine Freunde, deine Eltern, deine Geschwister (wenn du welche hast), deine Großeltern, Tanten, Onkel,… fragen, ob sie dein Manuskript lesen und korrigieren können. Vielleicht hast du einen Freund oder eine Freundin, der oder die gerne malt. Dann können sie dir die Bilder gestalten. Außerdem musst du nicht mit fremden Personen kommunizieren, was für manche vielleicht schwierig wäre. Außerdem kannst du auch den Preis selbst festlegen. Davon bekommst du zwar nur einen Teil, das sogenannte Autorenhonorar, das normalerweise zwischen 6 und 15% des Preises ist, aber immerhin kannst du etwas dazuverdienen. 

Muss ich etwas bezahlen?

Das kommt darauf an, ob du dein Buch als E-Book oder Print-Version (also gedruckt) möchtest. Die gedruckte Version kostet häufig etwas, aber nicht so viel. Wenn du ein E-Book willst, kostet es gar nichts, weil kein Papier verbraucht wird, um dein Buch zu drucken. 

Muss ich meine Eltern fragen, ob ich das Buch veröffentlichen darf?

Dieser Punkt sollte eigentlich klar sein: JA! Wenn du unter 18 Jahre alt bist, wovon ich ausgehe, weil das hier eine Kinderseite ist, bist du noch nicht geschäftstüchtig, und du darfst auch keinen Vertrag unterschreiben. Also muss das AUF JEDEN FALL mit deinen Eltern abgestimmt sein. Wenn du das Buch deinen Eltern schenken willst und sie das nicht wissen dürfen, frage andere Verwandte von dir. 

Du musst dein Buch übrigens nicht unbedingt veröffentlichen, wenn du es gedruckt haben willst. Du kannst es auch nur für dich einmal drucken lassen.

Meine Erfahrungen:

Nachdem jetzt schon zweimal gesagt wurde, ich soll etwas über meine Erfahrung erzählen, mache ich das jetzt. Vor circa zwei Jahren habe ich eine Geschichte geschrieben. Sie war circa 30 Seiten lang und ging um einen Jungen, der eines Tages in einem Paralleluniversum aufwacht. Dort ist alles toll, aber nach einiger Zeit fängt er an, seine Familie zu vermissen. Wenn ihr wollt, kann ich mal schauen, ob ich sie noch habe, sie etwas verbessern und hier veröffentlichen.

Jedenfalls habe ich die Geschichte an einen Verlag geschickt, weil ich unbedingt Autorin werden wollte (will ich immer noch, aber ich warte noch ein paar Jahre, bis ich wieder eine Geschichte an einen Verlag schicke, bis dahin habe ich meinen Schreibstil vielleicht noch etwas verbessert). Das habe ich mit meinen Eltern abgesprochen, die damit einverstanden waren. Also habe ich das gemacht. Ich habe einfach die Geschichte an einen großen Verlag geschickt, keine Ahnung mehr welcher. Ich habe also so ziemlich alles falsch gemacht, was man falsch machen kann (wenn ihr wissen wollt, wie es richtig geht, schaut bei meinem ersten Artikel "Wie schicke ich ein Manuskript einem Verlag" vorbei). Ich dachte damals auch noch, dass ein Verlag alle Bücher annimmt. Und es kam, wie es kommen musste: ich habe niemals eine Antwort erhalten. Bis heute nicht.

Heute finde ich es nicht schlimm, weil es eigentlich klar war, aber damals habe ich deswegen geweint. Deshalb habe ich es nicht an einen anderen Verlag geschickt, heute will ich, wie gesagt, sowieso noch mehr Erfahrungen mit dem Schreiben sammeln, bis ich es noch einmal mit einer anderen Geschichte versuche.

Ich hoffe, es hat euch gefallen und ich konnte euch weiterhelfen. Wenn ihr noch Fragen habt, schreibt sie gerne in die Kommentare.

LG Aurela 

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Eure Kommentare

Wow, ich finde es toll dass es so eine Möglichkeit gibt, ohne es an einen Verlag zu schicken. Ich wollte das auch unbedingt mal machen, cool das du darüber geschrieben hast  LG Annah
Hi LittleBear! Ja, ich weiß auch von diesen Verlagen. In dem anderen Artikel (also den mit „Wie schicke ich ein Manuskript an einen Verlag?“) hatte ich auch von denen erzählt. Hier wollte ich es auch machen, aber habe es vergessen . Danke, dass du es jetzt noch einmal gemacht hast!  
Ich finde das sehr mutig, dass du deine Geschichte an einen Verlag geschickt hast! Du konntest das ja alles nicht wissen. Es ist verständlich dass du sehr traurig warst.
Hallo! Ich will nichts kritisieren, weil dein Artikel toll geschrieben ist. Aber meine Mama schreibt auch selbst und kennt sich ein bisschen aus (Nein sie ist keine Autorin und hat noch nie ein richtiges Buch veröffentlicht Sie schreibt nur als Hobby) Es gibt Self Publishing Angebote, wo man nur wenig bezahlen muss oder gratis ein E-Book machen kann. Aber es gibt Abzocker, die behaupten, es kostet zum Beispiel 1000 Euro, das Buch zu machen. Das ist aber eine Falle! Ein richtiger Verlag, der sich um alles kümmert, verlangt kein Geld. Deshalb wählen sie aus, welche Bücher sie machen. Gute Self Publishing Verlage kosten nur wenig. Dann ist es so, dass keine Werbung gemacht wird. Ihr müsst Bekannten sagen, dass man euer Buch kaufen kann. Oft wird das erst gedruckt auf Bestellung. Außerdem muss man selbst alles darum machen: Lektorat, Cover und so. Da könnt ihr natürlich jemanden fragen, zum Beispiel Verwandte Man sollte überlegen, was man möchte und ob man enttäuscht wäre, wenn es nur 5 Leute kaufen oder ob das Wichtigste ist, dass man das eigene Buch in der Hand hält. Aber passt auf jeden Fall auf dass ihr nicht abgezockt werdet. Ich wollte das erwähnen, viele wissen das nicht und würden vielleicht nicht auf die Abzocke reinfallen (als Kind kann man ja gar nicht so viel bezahlen) Aber man wäre sehr traurig und glaubt, dass man nur ein Buch veröffentlichen kann, wenn man so viel Geld bezahlt.
@Aurela: Danke für deine Antwort:-)
Und schön, dass dir der Beitrag gefallen hat 😊
An Esel13: Nein, habe ich nicht. Ich will wie gesagt erst noch ein bisschen mehr Erfahrung sammeln, bis ich ein Buch veröffentliche, aber wenn es in ein paar Jahren nicht mit einem Verlag klappt, werde ich ein Buch im Selfpublishing veröffentlichen.
Danke für den Beitrag! Hast du schonmal selbst Selfpublishing gemacht?  LG Esel13