Panorama

Schön­heits­idea­le im Lau­fe der Zeit

Schönheitstrends der letzten 100 Jahre

Was gerade angesagt ist oder als hübsch bezeichnet wird, hängt von der Gesellschaft ab, in der man lebt. Das ist das sogenannte Schönheitsideal. Es gibt niemals nur "das eine" Schönheitsideal – manche Menschen lehnen es auch ab und regen sich darüber auf. Wir haben einige Schönheitsideale und Trends der letzten 100 Jahre herausgesucht, die in Deutschland gab.  

1920 

In den sogenannten Goldenen Zwanzigern haben sich Frauen modisch auffälliger gekleidet. Im Gegensatz zum früheren Kaiserreich, wo mithilfe eines Korsetts die weibliche Figur betont wurde, klebten sich viele Frauen ihr Brüste ab. Damit haben sie gegen das frühere Schönheitsbild protestiert. Frauen begannen erstmals Hosen zu tragen. Die Sängerin Marlene Dietrich hat Hosenanzüge für Frauen modisch gemacht. Früher war es typisch, dass die Frauen lange Haare hatten. Dies änderte sich mit dem neuen Trend-Haarschnitt: der Bubikopf, ein Kurzhaarschnitt für Frauen. Diese Frisur stand für Gleichberechtigung und sollte einem Männerhaarschnitt ähneln. Die Frauen, die ihn trugen, zeigten ihre Unabhängigkeit.

1940  

Zur Zeit des Zweiten Weltkrieges trugen viele Menschen Uniformen. Erwünscht war ein gesunder und sportlicher Körper bei Männern und Frauen. Die Ideologie der Nationalsozialisten prägte stark das Schönheitsideal, dazu gehörten zum Beispiel blonde Haare und blaue Augen. Diese rassistischen Vorstellungen schlossen viele Menschen aus.

1960 

Mitte des 20. Jahrhunderts beeinflussten das Fernsehen und Zeitschriften die Schönheitstrends stark. Einige Schauspielerinnen sowie Musiker der Zeit wurden zu Vorbildern und Idolen. Dazu gehörten zum Beispiel Marilyn Monroe und Elvis Presley. Der Einfluss der Medien auf die Schönheitstrends ist seitdem nicht mehr wegzudenken. In den 60er-Jahren fingen Jugendliche an, gegen die alte Regeln und Traditionen zu protestieren. Junge Männer ließen sich ihre Haare lang wachsen, trugen legere Kleidung und Jeans. Sie lehnten alles Altmodische ab.   

1980 

Die 1980er-Jahre waren die Zeit der auffälligen und großen Frisuren. Die Dauerwelle war in Mode. Das ist eine Frisur, die aus vielen kleinen Locken mit viel Volumen besteht. Sehr angesagt waren auch vor allem Make-up und Kleidung in Neonfarben. Auch bunte Kleidung lag voll im Trend. In den 1980er-Jahren setzte sich auch der Fitness-Look durch. Frauen und Männer trugen hauptsächlich sportliche und enge Kleidung. 

2000 bis 2020

Das neue Jahrhundert wird insbesondere von der Musikindustrie geprägt. Schönheitsideale werden stark von Sängern und Sängerinnen beeinflusst, dazu gehört zum Beispiel Beyoncé. Schönheitsoperationen werden immer mehr in Anspruch genommen, um bestimmten Idealen zu entsprechen. Zum Beispiel hat Kim Kardashian mit nur einem Foto einen Trend ausgelöst. Einige Menschen gefährden ihre Gesundheit oder geben viel Geld für Operationen aus, um genauso auszusehen, wie sie. 

Unsere Vorstellung von Schönheit wird heute also stark durch die Medien geprägt: Was im Trend ist, wird von Film und Fernsehen, Zeitungen und Social Media vorgegeben. Soziale Medien zeigen vermeintlich perfekte Menschen, deren Aussehen nicht immer echt ist. Filter und retuschierte Fotos machen das einfach. Einige Menschen lassen sich davon stark beeinflussen.  

Ein Gegentrend ist der Trend zur Natürlichkeit. Viele Menschen setzen auf individuelle und natürliche Schönheit. Das eine Schönheitsideal gab und gibt es nicht – es hängt auch immer vom Geschmack der Menschen ab. 

 

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