Die Länder der EU
Wie viele Länder sind in der EU?
An der Gründung der EU waren sechs Länder beteiligt. Das waren Frankreich, Deutschland, Italien, Belgien, Luxemburg und die Niederlande. Sie schlossen sich 1952 zu der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl zusammen. Daraus hat sich später die Europäische Union entwickelt. Über die Jahre traten viele andere Länder der EU bei. Zurzeit sind 27 Länder in der EU. Diese Länder nennt man Mitgliedstaaten.
Hier siehst du eine Übersicht, welche Länder seit wann Mitglied in der EU sind:
- 1952 Belgien, Frankreich, Deutschland, Italien, Luxemburg, die Niederlande
- 1973 Dänemark, Irland, Vereinigtes Königreich (bis 2020)
- 1981 Griechenland
- 1986 Portugal, Spanien
- 1995 Finnland, Österreich, Schweden
- 2004 Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, die Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik, Ungarn und Zypern
- 2007 Bulgarien und Rumänien
- 2013 Kroatien
Wie wird man Teil der EU?
Wenn ein Land der EU beitreten will, muss es einen Antrag stellen. Dann wird geprüft, ob das Land alle Voraussetzungen erfüllt, um in die EU aufgenommen zu werden.
Mitgliedstaaten der EU müssen unter anderem
- ...auf dem Kontinent Europa liegen
- ...die Werte der EU unterstützen. Es muss eine Demokratie herrschen und die Menschenrechte müssen geachtet werden.
- ...eine funktionierende Wirtschaft haben.
Die Beitrittskandidaten
Aktuell haben neun Länder einen Antrag gestellt, um der EU beitreten zu dürfen. Sie werden Beitrittskandidaten genannt. Die Entscheidung, ob ein Land der EU beitreten darf, kann mehrere Jahre dauern. Oft sind viele Verhandlungen und Verträge nötig, bis sich die Länder einigen.
Die neun Beitrittskandidaten sind:
- Albanien
- Georgien
- Montenegro
- Serbien
- Bosnien und Herzegowina
- Ukraine
- Türkei
- Moldau
- Nordmazedonien
Einige Länder sind bereits seit über 10 Jahren Beitrittskandidaten. Andere Länder wie die Ukraine, Georgien oder Moldau haben erst 2022 den Antrag zum Beitritt in die EU gestellt. Grund dafür ist der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine. Als Mitglieder der EU erhoffen sich die Länder Schutz und Unterstützung.
Der Brexit - Großbritannien verlässt die EU
Doch nicht alle Länder wollen Teil der EU sein. 2016 entschieden die Bürgerinnen und Bürger von Großbritannien, dass sie nicht weiter in der EU bleiben möchten. Es folgten jahrelange Verhandlungen, bis man sich 2020 endlich einigen konnte: Großbritannien trat als erstes Land wieder aus der EU aus. Diese Entscheidung wird als ‘Brexit’ bezeichnet. Das ist ein zusammengesetztes Wort aus Britain (deutsch: Großbritannien) und Exit (deutsch: Ausstieg).