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Sebastian: Wir als Deutsches Kinderhilfswerk setzen uns dafür ein, dass das allgemeine Wahlalter in einem ersten Schritt auf 16 Jahre und in einem zweiten Schritt auf 14 Jahre abgesenkt wird. Das Wahlalter 14 halten wir für die richtige Wahlaltersgrenze. Jugendliche in dem Alter sind in der Lage, Wahlentscheidungen und deren Konsequenzen klug und gewissenhaft abzuwägen. Es ist also schlicht und einfach falsch, wenn behauptet wird, dass Jugendlichen die notwendige geistige Reife fehlen würde.
In einigen Bundesländern in Deutschland dürfen Jugendliche bei bestimmten Wahlen ab 16 Jahren mitmachen. Dazu gehören zum Beispiel Landtagswahlen in Bremen, Hamburg und Berlin. Bei der Bundestagswahl ist das Wahlalter weiterhin 18 Jahre.
Sebastian: Politische Wahlen sind wichtig für die Mitsprache in unserer Demokratie. In Artikel 20 unseres Grundgesetzes steht: „Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus.“ Sie wird von allen Menschen in Wahlen und Abstimmungen ausgeübt. Und zum Volk zählen ja zweifellos auch Kinder und Jugendliche. Sobald sie alt genug sind, darf ihnen das Wahlrecht nicht vorenthalten werden – ganz einfach weil es ein Recht ist, das ihnen zusteht. Die Kinder und Jugendliche sind die Zukunft unserer Gesellschaft und unserer Demokratie. Sie müssen von früh an Mitbestimmung lernen. Dazu kommt, dass Kinder und Jugendliche von allen politischen Entscheidungen, die heute getroffen werden, am längsten betroffen sind. Da wäre der Umgang mit dem Klimawandel zu nennen. Aber auch Themen wie Staatsschulden, Rente und die Gestaltung der Arbeitswelt der Zukunft müssen mit jungen Menschen gestaltet werden.
Sebastian: Ehrlich gesagt: Ich verstehe es nicht, wie man dagegen sein kann. Teilweise werden Argumente vorgebracht, dass hauptsächlich Parteien wie die Grünen oder die Linke einen Vorteil davon hätten, weil junge Menschen eher links wählen. Aus den letzten U18-Wahlen wissen wir aber, dass die jungen Menschen ähnlich wie die über 18-Jährigen gewählt haben.
Seit ein paar Jahren gibt es bei den jungen Menschen tatsächlich mehr Zustimmung beispielsweise zu den Grünen. Es liegt nahe, das ganz einfach zu begründen: Man bevorzugt die Parteien, deren Inhalte einem zusagen – und dass für junge Menschen der Klimawandel ein wichtiges Thema ist und hier die Grünen gut aufgestellt sind, ist bekannt. Niemand verbietet allerdings den anderen Parteien, sich ebenfalls dieses Themas stärker anzunehmen und so für junge Menschen interessanter zu werden.
Manche sagen auch, dass Jugendliche noch nicht reif genug sind, aber das haben wir ja vorhin schon widerlegt. Manche sagen auch, dass man jungen Menschen ihre unbeschwerte Kindheit lassen und sie sich noch nicht mit Politik belasten sollte. Aber das ist ja Quatsch, denn niemand zwingt einen, sich mit Politik zu beschäftigen! Wer es tun möchte, der tut es, wer nicht möchte, der tut es nicht. Ich glaube ehrlich gesagt, viele Politikerinnen und Politiker sind nur dagegen, weil sie sich dann vielleicht ein bisschen mehr anstrengen müssten. Sie müssten sich dann mehr Mühe geben, Kinder und Jugendliche auch zu erreichen. Und sich zum Beispiel unbequemen Zukunftsfragen stellen, wenn sie mal auf kritische Jugendliche treffen.
Sebastian: Wir sind hier anderer Meinung, aber wir schätzen die Argumente und den Einsatz dieser Politikerinnen und Politiker für dieses Anliegen. Das Deutsche Kinderhilfswerk ist aber der Meinung, dass das Wahlrecht nur von der Person ausgeübt werden soll, um deren Stimme es geht – also nur von den Jugendlichen selbst. Das ist doch nicht schön, wenn als 16-Jähriger die eigene Mutter für einen zur Wahl geht und man auch noch befürchten muss, dass sie vielleicht eine ganz andere Partei wählt, als man es selbst tun würde!
Sebastian: Das denke ich ganz sicher! Man müsste die Kinder und Jugendlichen früher mitbestimmen lassen, dann gäbe es auch mehr Interesse für gesellschaftliche Themen. Denn es ist ja ganz einfach: Wenn man merkt, dass man durch eigenes Handeln etwas bewirken kann, dann macht das auch Spaß, dann hat man auch Ideen und will sich engagieren.
Sebastian: Niemand ist gezwungen, sich für Politik zu interessieren! Wer das also nicht möchte, dem steht es frei, mit seiner Zeit etwas anderes anzufangen. Das ist bei den Erwachsenen ja auch so, da gehen viele nicht wählen. Es wäre natürlich besser, wenn sich mehr Menschen für Wahlen interessieren würden. Ein Stück weit hängt das ja auch damit zusammen, wie und zu welchen Themen Politik gemacht wird. In der Schule sollte auf jeden Fall viel mehr über Politik gesprochen werden und es sollte auch mehr Beteiligung für die Schülerinnen und Schüler möglich sein. Wir müssen an einen Punkt kommen, an dem man in der Schule nicht nur über Demokratie spricht, sondern auch demokratisch arbeitet.
Wie ist deine Meinung zum Thema?
Ich würde es gut finden, wenn man ab 14 wählen könnte. Ich würde dann in 3 Jahren wählen. Ich würde die Partei wählen die am meisten für die Umwelt und für uns Kinder macht! Zum Beispiel wenn eine Partei kostenlose Nachhilfe für Kinder anbieten würde, dann würde ich das gut finden und die wählen.
Ich finde es gut, dass man ab 14 wählen kann
ja stimmt, gute Überzeugungskraft in diesem Text auch!
Viele Aspekte, gute Gedanken
gute Seite
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