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Was ist eigentlich „MMA“? | Esel13

Mixed Martial Arts

Hallöchen! 

In diesem Beitrag geht es um die Kampfsportart namens „MMA“, die ich seit etwa einem Monat erlerne. Mein Problem ist, dass ich eigentlich gar nicht weiß, was ich da genau tue… Deshalb nutze ich einfach die Gelegenheit und schreibe einen Beitrag darüber, damit sowohl ihr als auch ich eine Antwort auf die Artikelüberschrift kennen :).
 

Was ist MMA? 

Die Abkürzung „MMA“ steht für den englischen Ausdruck „Mixed Martial Arts“, was auf Deutsch übersetzt „gemischte Kampfkünste“ bedeutet (ja, ich musste eventuell dafür meine:n beste:n Freund:in namens „Google Übersetzer“ zu Rate ziehen…). Dieser Kampfsport wird häufig als eine der härtesten und gefährlichsten Kampfsportarten der Welt bezeichnet und vereint verschiedene Disziplinen aus verwandten anderen Kampfsportarten (dazu später mehr). Das liegt daran, dass es die ursprüngliche Idee des Sportes ist, Kämpfende verschiedener Kampfsportarten gegeneinander antreten zu lassen.
 

Die Geschichte des Sportes

Zwar gibt es MMA in der Form, in der sie heute präsent sind, erst seit den 80er- beziehungsweise 90er-Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts, aber erste Ansätze für eine solche Sportart gab es bereits etwa 648 vor Christus bei den Olympischen Spielen. 

Damals nannte sich diese neue, das Boxen, Ringen und weitere inoffizielle Kampftechniken verbindende Sportart „Pankration“. „Pankration“ kommt aus dem Altgriechischen und setzt sich aus den Wörtern „pan“ (alles) und „kratos“ (die Kraft) zusammen. Das bedeutet übersetzt also etwas wie „alle Kräfte“. Dies beschreibt sehr treffend den Sinn dieser „neueren“ olympischen Disziplin, denn ihr Zweck war es, alle Kampfsportler:innen gegeneinander antreten zu lassen, um die anspruchsvollste dieser herauszufinden. Es wurde gekämpft, bis eine der teilnehmenden Person aufgab oder das Bewusstsein verlor. 
Mit dem Verbot der Olympischen Spiele, das der römische Kaiser Theodosius, der zweite dieses Namens, im Jahr 426 vor Christus erließ, erstarb der offizielle Wettbewerb in dieser Kampfsport vorerst. 

Auch im antiken China gab es eine Kampfsportart, die das Boxen und Ringen sowie die traditionelle chinesische Kampfkunst vereinte, denn in der Antike spielten der Sport und das Kräftemessen eine nicht unerhebliche Rolle. Die antike chinesische Form dieses Sportes nannte sich „Leitai“ (was so viel bedeutet wie „Kampfarena“) und in dieser wurde gekämpft, bis eine der kämpfenden Personen von der erhöhten Plattform gedrängt oder - im Extremfall - getötet wurde. 

In Frankreich, dem alten Japan und in Brasilien gab es zu einer ähnlichen Zeit ebenfalls Wettkämpfe, die auf dasselbe Ziel wie „Leitai“ und „Pankration“ hinauswollten, nämlich die dominierende Kampfsportart zu finden. 

Im Laufe der Jahre bildeten sich verschiedene Versionen des Sportes von Brasilien mit „Vale Tudo“ über Japan mit „Shooto“ bis hin nach Nordamerika, wo 1993 in Denver (Colorado) ein Wettbewerb namens „Ultimate Fighting Championship“ (kurz: UFC) stattfand. Dort traten Menschen gegeneinander an, die in zahlreichen Arten des Kampfsportes ausgebildet worden waren, so auch ein Mitglied der „Gracie-Familie“, die sich in den vorherigen Jahren als Führende in dieser Art des Kampfes bewiesen hatten. 

Heute ist die „UFC“ eine der marktführenden MMA-Organisationen mit Hauptsitz in Nevada in den USA, die MMA-Veranstaltungen abhält. Weil dem Sport aufgrund seiner Brutalität ein schlechter Ruf vorauseilte, war es in dem Interesse der UFC, ein festes Regelwerk für die neu benannte Disziplin „Mixed Martial Arts“ zu etablieren. Dies geschah im Jahr 2009 und seitdem erfreut sich der Sport weltweit einer immer größeren Beliebtheit.

Die Kampftechniken

MMA vereinen, wie der Name es bereits vermuten lässt, Kampftechniken aus verschiedenen Disziplinen der Kampfkunst. Darunter fallen Boxen, Ringen, Muay Thai (Nationalsport Thailands) und BJJ (brazilian jiu-jitsu) sowie Judo und Karate. 

Diese wiederum finden sich in den verschiedenen Kampftechnik-Schwerpunkten der Sportart wieder. Dazu zählen Schlagtechniken (Striking), Ringtechniken (Grappling), der Kampf im Clinch (Clinch Fighting, „clinch“ heißt hier „umklammern“) und Bodenkampftechniken in Kombination mit Schlägen (Ground and Pound), außerdem natürlich Abwehrtechniken (Defense „Abwehr“).

Darüber hinaus gibt es noch die Möglichkeit, diese Schwerpunkte zu verbinden, um die Oberhand über die gegnerische Person zu gewinnen, aber das sprengt in diesem Fall den Rahmen des Artikels. 

Die Ausrüstung 

Um so gut wie möglich sicherzustellen, dass die Kämpfenden sich bei der Ausübung des Sportes nicht ernsthaft verletzen, wird eine Schutzausrüstung vorausgesetzt. Diese kann aus folgenden Komponenten bestehen: 

- Handbandagen: schützen sowohl Handgelenke als auch Fingerkuppen vor Verletzungen, die beim Striking entstehen können

- Mundschutz: bewahrt den Kiefer und die Zähne sowie die Wangen und die Zunge vor Verletzungen, die beispielsweise durch die vor Anspannung aufeinander gepressten Zähne entstehen können

- Schienbeinschoner: schützen vor Tritten (Kicks) und ermöglichen es, beim Training mit voller Trittkraft zu trainieren, ohne dass der anderen Person Schaden zugefügt wird

- MMA-Handschuhe: Anders als Boxhandschuhe, die keine Bewegung der Finger zulassen, sind MMA-Handschuhe auch für Griffe geeignet; deshalb besitzen sie zwar eine Polsterung über den Knöcheln, ähneln aber auf der Seite der Handinnenfläche fingerlosen Handschuhen, die eine höhere Bewegungsfreiheit der einzelnen Finger zulassen.

- Tiefschutz: Bei Personen mit männlich gelesenen Geschlechtsmerkmalen ist ein solcher sinnvoll, um beim Grappling den Intimbereich zu schützen.


Das Regelwerk

Grundsätzlich unterscheiden sich die Regeln für MMA von Land zu Land. Allerdings gibt es die sogenannten „Unified Rules of MMA“ (also „einheitliche Regeln der gemischten Kampfkünste“), die auf der ganzen Welt als gültiges Regelwerk akzeptiert werden. 

Wichtige Richtlinien sind unter anderem, dass eine Kampfrunde fünf Minuten dauert, wobei drei Runden einem normalen Kampf und fünf Runden einem Titelkampf entsprechen. Außerdem kämpfen alle Kämpfenden barfuß, während bei Frauen ein enganliegendes Oberteil und bei Männern meist ein entblößter Oberkörper gefordert wird. 

Sieg und Niederlage

Gewonnen ist ein Kampf entweder, wenn die gegnerische Person sich im K.O. („Knock-Out“) befindet, oder wenn die gegnerische Person verbal, also mündlich, aufgibt. Ein Unentschieden ist in bestimmten Fällen ebenfalls möglich. 

Ist das Ende einer Runde erreicht, sind also die fünf Minuten vergangen, und weder der eine noch der andere Fall ist eingetreten, entscheiden Richter:innen über Sieg und Niederlage, indem sie Punkte vergeben. Dabei wird besonders auf die Technik und auf die Legalität der ausgeführten Bewegungen geachtet. 

Fouls (Regelverstöße)

Es gibt grundsätzlich 31 Aktionen, die als Foul bewertet werden. Dazu zählen, wie in jeder anderen Sportart auch, unsportliches Verhalten und unerlaubte Techniken. 

Ein Beispiel für eine solche unerlaubte Technik ist das Abspreizen und Verdrehen von Fingern und Zehen. Auch vom Angreifen des Hinterkopfes und der Nieren sollte abgesehen werden. Zudem ist es auch verboten, während des Kampfes zu spucken, zu kratzen, zu beleidigen, zu beißen, in den Mund der gegnerischen Person zu greifen, die Anweisungen der Schiedsrichtenden zu missachten sowie einander die Augen auszustechen. 

Gewichtsklassen

Damit kein kleiner Junge von einem 120 Kilogramm schweren Profi-Kampfsportler zusammengeschlagen wird, gibt es Gewichtsklassen, die entscheiden, wer gegen wen antritt, sodass ein Kampf spannend, aber insbesondere fair und sicher verlaufen kann. 

Bei MMA reichen die insgesamt neun Einteilungen vom Atomgewicht (bis 48kg), das nur bei Wettkämpfen unter Frauen zum Einsatz kommt, über das Fliegen- und Bantamgewicht (bis 56,7kg und bis 61,2kg) bis zum Federgewicht (bis 65,8kg). Darüber hinaus gibt es das Leicht- (bis 70,3kg), das Welter- (bis 77,1kg), das Mittel- (bis 83,9kg) und das Halbschwergewicht, das bei maximal 93kg endet. An der Spitze stehen das Supergewicht mit bis zu 120,2kg sowie das Superschwergewicht, das mit einem Mindestgewicht von 120,2kg startet. 

Die Gewichte in Kilogramm sind teilweise gerundet, da die Gewichtsklassen ursprünglich in der Einheit Pfund (auch: „lbs“) festgelegt worden sind. 

Was kann ich durch MMA lernen? 

Durch das Trainieren der gemischten Kampfkünste entsteht ein abwechslungsreiches Workout-Programm, das den Körper in jeglicher Hinsicht in puncto Kondition fordert und fördert. So wird nicht nur die Ausdauer und Reaktionsfähigkeit durch die Schnelligkeit des Nahkampfes, sondern auch die Beweglichkeit beim Grappling, die Kraft beim Striking und die Koordination durch die Kombination der verschiedenen Kampfsport-Einflüsse geschult. 

Allerdings entsteht bei regelmäßigem Training nicht nur körperliche Fitness, sondern auch der geistliche Horizont wird erweitert. So werden beispielsweise das Durchhaltevermögen (Muskelkater), die Disziplin (zur Sicherheit aller anderen), die Konzentration in Situationen, in denen es schnell zu handeln gilt, und das Gemeinschaftsgefühl sowie der Respekt vor anderen durch das Gruppentraining erweitert. 

Fazit/Was ich sonst noch zu sagen habe:

Wie ich diesen Artikel von meiner „Notizen“-App in das Artikel-Formular kopieren soll, weiß ich ehrlicherweise noch nicht, aber wenn ihr das jetzt lest, dann habe ich es wohl geschafft :). 

Bevor ich diesen Beitrag geschrieben habe, wusste ich, dass ich nicht viel über MMA weiß. Im Nachhinein muss ich zu meiner Schande feststellen, dass ich eigentlich nichts über diesen doch sehr umfangreichen Kampfsport wusste. Das Gute ist: Jetzt schon (und ihr auch) :)! 
Ich habe zugegebenermaßen nicht die gesamte historische Entwicklung der MMA beleuchtet und auch das Regelwerk ist deutlich(!!!) umfangreicher als ich es in diesem Artikel dargestellt habe, aber wenn euch das Thema interessiert, dann könnt ihr dazu ja selbst noch weiter recherchieren. 

Ich hoffe, jemand von euch konnte etwas durch das Lesen dieses Beitrags mitnehmen, wenn nicht, dann habe ich zumindest die Gewissheit, dass ich jetzt einigermaßen weiß, was ich da überhaupt lerne. 

Ich freue mich über Kommentare mit konstruktiver (dankeschön :D!) Kritik und oder positivem Feedback. Wenn ihr noch Fragen oder Themenvorschläge habt, dann könnt ihr auch diese gerne kommentieren. 

Zum Schluss grüße ich noch Icey, danke für deine lieben Kommentare :)! 

Liebe Grüße 

Esel13 

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Wie cool! Man sieht dass du dir bei dem Beitrag voll Mühe gegeben hast😘