Eure Geschichten

Die Ma­schi­ne der Zeit (Teil 3)

In der unheimlichen Villa

Langsam ging Theo weiter. Er kam an einem alten Kinderzimmer vorbei. Er ging hinein. Irgendeine Spieluhr spielte eine beruhigende Melodie. Wer hatte die wohl aufgedreht? Theo ging langsam näher an die Spieluhr heran. Plötzlich öffnete sich der Deckel der Spieluhr und eine hässliche Fratze sprang heraus. "Aaaaaaaaah!" Theo hatte sich wirklich erschreckt. Die Fratze wurde von der Mechanik wieder in die Uhr zurückgezogen, der Deckel schloss sich und jetzt spielte die Uhr eher beunruhigende Musik; na toll!

Hinter ihm lachte eine Kinderstimme. Schon wieder eine Puppe? Nein, hinter ihm war nichts! Hatte er sich das nur eingebildet? Die Spieluhr spielte nun immer beunruhigendere Melodien und Theo glaubte, gerade würde sie ihm den zweiten Weltkrieg vorspielen. Kann man diese nervige Kiste nicht einfach ausschalten? Theo suchte das ganze Teil nach einem Ausschalter ab, aber anscheinend hatte der Hersteller dieser Spieluhr nur an einen Anschalter gedacht. Er hatte ihn tausendmal gedrückt, doch jetzt ertönten auch tausend Melodien und die Fratze sprang andauernd rein und raus, rein und raus, rein und raus... 

Erst jetzt merkte Theo, das ein Klavier im Zimmer stand, die Tasten gingen selber nach oben und nach unten! Raus hier! Als Theo wegrannte, merkte er, das das Klavier im hinterher lief. Der Deckel ging auf und zu: "Bleib stehen! Ich tue dir nichts!" Theo blieb stehen. Das Klavier kam immer näher auf ihn zu, öffnete seinen Deckel und nahm ihn in den Mund! Nun lag Theo auf den Tasten des Klaviers. "Jetzt kannst du auf meinen Tasten reiten!" Die Tasten bewegten sich nach einander auf und ab, er konnte auf ihnen reiten. Dabei galoppierte das Klavier durch das Haus. Plötzlich blieb es vor einer Treppe stehen.

"Theo, das Schicksal erwartet dich! Du bist der Auserwählte, schreite die Treppe nach unten!" Wohin führte diese Treppe überhaupt? "Klavier, wofür wurde ich auserwählt, du machst mir Angst!" Das Klavier nahm ihn nun aus dem Mund und sagte: "Das wird dir alles meine Freundin Flöte erzählen! Flötchen ist das schönste Instrument überhaupt! Ihre Klappen sehen zum verlieben schön aus, ihr Mund ist das schönste Mundstück, das ich jemals erblickte! Geh, ihr kannst du vertrauen!" Theo verstand zwar immer noch nichts, aber trotzdem stieg er die Treppe nach unten.

Flöte und Klavier

Er kam in einem dunklen Verlies an, überall waren Eisentüren und eine Tür machte den Anschein, eine zu einer Folterkammer zu sein! Aber Theo wusste es nicht genau, es könnte ja auch sein, das das gar kein Verlies ist... Theo ging weiter nach vorne und sah eine schwebende Flöte in der Luft! Sie spielte ein wunderschönes Lied: "Frere jacques". Das hatte Frau Helmut immer mit ihnen gesungen. Doch plötzlich fiel ihm die Flöte ins Gesicht.

Theo ruft: "Pass doch auf!" Die Flöte: "Pass doch selber auf!" "Nein, pass du auf!" "Ich? Du sollst aufpassen!" "Nein! Du sollst aufpassen, du blöde Flöte!" Da kam plötzlich das Klavier die Treppe heruntergepoltert und fiel auf Theo drauf. "Wer beleidigt hier meine Freundin Flöte?", grummelte das Klavier verärgert. "Er!", kreischte die Flöte. "Du Theo? Aber ich habe dir doch gesagt, das du Flöte vertrauen kannst!" "Sie viel mir aber aufs Gesicht!"

Das Klavier wurde so langsam ärgerlich: "Trotzdem sollst du meine Freundin nicht beleidigen!", schrie das Klavier so laut, das die Erde bebte. "Damit das Klavier nicht noch böser wird, beende ich den Streit.", dachte Theo für sich. "Können wir uns einfach darauf einigen, das ich und Flöte uns jetzt vertragen?", sagte Theo mit gerollten Augen. Das war doch echt Kindergarten! "Versprichst du es mir?", fragte das Klavier jetzt schon wieder etwas freundlicher. "Ich verspreche es!" "Klavier-Ehrenwort?" "Klavier-Ehrenwort!" Nun sprang das Klavier zufrieden wieder die Treppe hinauf. "Flöte, kannst du mir erst mal erzählen, was hier los ist?" "Dafür reicht die Zeit heute nicht mehr. Ich bin müde, am besten, wir gehen schlafen und was wir dann machen, entscheiden wir Morgen." "Okay!" Die Flöte legte sich auf das Regal und Theo legte sich auf auf das Stroh. Anscheinend war das doch kein Verlies, sondern ein Stall. Noch lange dachte er an die seltsamen Ereignisse, die er heute erlebt hatte und dann war er auch schon eingeschlafen.

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Eure Kommentare

Mir ist auf Kindersache ein möglicher Fehler aufgefallen: Unter meinem Beitrag steht neben der Anzahl der Kommentare, ja die Gesamtzahl der "Bewertungen"(IST SUPER, IST LUSTIG, usw.): 22. Wenn ich die einzelnen Zahlen der Bewertungen (die Symbole unter meinem Beitrag) zusammenzähle, kommt 25 raus. Bei anderen Artikeln weicht die Gesamtzahl der Bewertungen auch von der richtigen ab. Ist das ein Fehler? Mein Beitrag: Die Maschine der Zeit (Teil 3)

Hallo! Dank für deinen Hinweis. Wir arbeiten daran. Viele Grüße, dein ks-Team.

Ich glaube, du bist mit den Zeiten etwas durcheinander gekommen... aber das wird Theo vermutlich auch!