Eure Geschichten

Das ver­zau­ber­te Haus (Teil 4)

Die zwei Männer

Thomas sah sich in dem Raum noch einmal genauer um. Er blickte auf den Fußboden, der aus Holz bestand. Und auch in diesen Boden war das verzauberte Haus eingeschnitzt! Thomas hatte dieses Bild schon an der Tür eingeschnitzt gesehen. Plötzlich hörte Thomas Stimmen vor der Tür: Eine hohe und schwache Männerstimme und eine tiefe und kräftige Männerstimme. Die kräftige Stimme sagte: "Bist du dir auch wirklich sicher, dass er dieser Aufgabe gewachsen ist?" Darauf entgegnete die schwache Stimme: "Aber sicher doch! Ehhh... Ja, also... Ja, ehm... Die Grünojusten haben entschieden!" Die starke Stimme sprach wieder: "Was haben die Grünojusten damit zu tun?" Die schwache Stimme: "Ja, also... Ich habe ihnen die Wahl gegeben." "Du hast was?", schrie die tiefe, starke Stimme. "Also, es ist so, ehm...", sagte die hohe und schwache Stimme zitternd, "...War es denn nicht richtig?" "Schweig! Ich habe dir eine so wichtige Aufgabe gegeben und du übergibst sie den Grünojusten?", brüllte die tiefe Stimme. "Ja, ehm... Also..." "Schweig! Wen auch immer die Grünojusten ausgesucht haben, ich will gucken, wie es ihm geht."

Der Reiter des Drachens

Anschließend war das das Klacken des Schlosses zu hören und die Tür ging auf! Thomas sah nun die zwei Männer, die sich gerade - mehr oder weniger freundlich - unterhalten haben: Der eine war ein großer, rundlicher Mann, der einen weißen Umhang trug. Auf dem Umhang war das Bild des verzauberten Hauses zu erkennen. Der zweite war klein und dünn und hatte einen schwarzen Umhang. Thomas erkannte ihn sofort wieder: Es war der Reiter des Drachens, der nur aus Feuer bestand. Als der kleine, dünne Mann Thomas sah, sagte er erfreut: "Ah! Er ist aufgewacht! Hallo, ehm..., du heißt doch Thomas? Wie geht es dir?" Thomas sagte verwirrt: "Mir geht es eigentlich ganz gut. Ich weiß nur nicht, wo ich hier gelandet bin. Wo ist mein Vater? Und woher wissen Sie überhaupt meinen Namen?" Der kleine Mann antwortete: "Ehm... Nun... Also... Ich... Ehhh... Ja... Alles nach dem anderen. Komm erst einmal raus aus diesem Zimmer. Ich... Ehm... Ich werde dir alles zeigen! Bald wirst du alles wissen, hab nur Geduld! Aber jetzt komm endlich raus aus dem Zimmer, wir haben nicht ewig Zeit!" Thomas folgte dem Mann aus dem Zimmer. Der große, rundliche Mann ist übrigens weggegangen. Der dünne Mann - der übrigends Thelos hieß, wie Thomas von ihm erfahren hatte - führte Thomas durch lange Gänge, deren Wände gelb waren.

Die Erfindung von Institut

Nach einer Zeit jedoch erreichten sie am Ende eines Ganges eine Metalltür, über der Kreaturenforschung auf einer Anzeigetafel stand. Als sie kurz vor der Eisentür waren, fragte eine Roboterstimme: "Wie lautet das Passwort?" Thelos antwortete: "RoboterX37T987ST", worauf die Roboterstimme jedoch antwortete: "Dies ist das Passwort für die Robotikabteilung. Bitte nennen Sie das Passwort für die Kreaturenforschung!" Thelos sagte wütend: "Mist! Wie war denn jetzt noch mal das passende Passwort?". Nach längerem Grübeln sagte er schließlich: "GrünojustA69XLW56H" und die Tür ging auf. Thelos erklärte: "Thomas, du befindest dich gerade in den Mauern des Instituts für Sicherheitsforschung. In diesem Institut gibt es viele Bereiche. Kreaturenforschung, Robotik, das Biohaus und das Chemielabor sind nur wenige der Bereiche. Thomas folgte Thelos durch den Gang, dessen Wände nun aus Metall bestanden. An den Wänden waren waren an einigen Stellen Metalltüren eingebaut, die zu anderen Gängen, Räumen, Büros, Labors und wer weiß wo noch hinführten. Thelos ging allerdings immer geradeaus und durch keine der Türen. Am Ende des Ganges war eine Gittertür, wie man sie von Gefängnissen kennt. Thelos öffnete die Tür. Hinter ihr lag ein Raum aus Stein. Überall hüpften grüne Wesen durch den Raum. "Das,", sagte Thelos, "sind die Grünojusten. Eine Erfindung vom Institut. Jeder, der hier arbeitet, auch ich, besitzt einen. Grünojusten sind Wesen aus künstlich hergestelltem Schleim, die sehr schlau und zutraulich sind. Sie werden gerne gestreichelt und verwöhnt und helfen dir bei allen möglichen Problemen. Wenn sie ausgewachsen sind, können sie sogar sprechen. Die meisten hier sind fast ausgewachsen. Thomas, ehm..., du wirst eine lange Zeit im Institut bleiben müssen, also bekommst auch du einen. Du kannst dir einen aussuchen!"

Thomas' Grünojust

Thomas war ein bisschen geschockt, dass er lange dort bleiben musste - auch wenn er noch nicht wusste warum - aber andererseits gefiel ihm dieses Institut. Thomas ging durch den Raum und betrachtete alle Grünojusten. Für welchen sollte er sich nur entscheiden? Beim längerem Betrachten fiel ihm auf, dass die Grünojusten die "Monster" waren, die auch in der Schule gewesen waren. Thelos hatte dem Mann mit der kräftigen Stimme doch gesagt, die Grünojusten hätten jemanden ausgewählt. Waren die Grünojusten etwa in seine Schule gekommen, um jemanden auszuwählen und hatten dann ihn gewählt? Thomas schwirrte der Kopf. Er ging noch einmal durch den Raum, konnte sich aber immer noch nicht für einen Grünojust entscheiden. Er war kurz davor gewesen, sich einfach irgendeinen auszusuchen, da sah er plötzlich einen ganz kleinen Grünojusten auf dem Boden. Er sah mit seinen Glupschaugen so niedlich aus! "Den nehme ich!", sagte Thomas fest entschlossen. "Oh!", sagte Thelos, "Ein Baby-Grünojust!" Thelos wollte den Grünojusten anfassen, doch dieser kotzte ihm ins Gesicht! "Der mag mich wohl nicht!", sagte Thelos beleidigt. Als Thomas ihn streicheln wollte, passierte nichts. Thomas mochte der Grünojust also. Danach setzte Thelos die Führung durch das Institut fort.

Beim nächsten Mal:

Thomas erfährt, warum er überhaupt ins Institut gekommen ist. Und was hat das Institut wohl noch zu bieten? 

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Ich liebe deine Geschichte! LG Lilly