Politik

Krieg, Kin­der, Me­di­en

Was ist Krieg?

Bei einem Krieg stehen sich immer mindestens zwei bewaffnete Gruppen gegenüber. Die verfeindeten Gruppen bekämpfen sich gegenseitig mit Waffen, zum Beispiel mit Gewehren, Panzern oder Kampfflugzeugen. Dabei werden meist ganze Häuser, Straßen und Städte zerstört. Obwohl in einem Krieg eigentlich die Soldaten der Gruppen gegeneinander kämpfen, leidet besonders die Zivilbevölkerung darunter. Mit Zivilbevölkerung sind die Menschen gemeint, die nicht zur Armee gehören. In früheren Jahrhunderten wurde Krieg mit Feuerwaffen, Gewehren und Kanonen geführt. Heute besitzen viele Länder sogenannte Massenvernichtungswaffen. Mit diesen Waffen kann man nicht nur Menschen töten, sondern auch die ganze Welt lange unbewohnbar machen. Jeder hofft jedoch, dass diese Waffen im Krieg nie zum Einsatz kommen werden, doch leider kann man das nicht mit Sicherheit sagen. Seit dem Jahr 1864 gibt es ein internationales Abkommen, die sogenannten Genfer Konventionen . Dieses Abkommen besteht aus Regeln für den Schutz der Zivilbevölkerung im Falle eines Krieges.

Warum gibt es Krieg?

Ein Krieg entsteht, wenn zum Beispiel die Vertreter zweier Länder nicht mehr miteinander reden, um ihren Streit auf friedliche Weise zu lösen. Weil Kriege so grausam sind und Gewalt keine Lösung ist, sollten die Staaten immer versuchen einen Streit auf friedlichem Wege

Bild: Petra Bork, pixelio.de

zu lösen, zum Beispiel durch Verhandlungen und Kompromisse eingehen. Das nennt man auch diplomatische Lösung von Meinungs-verschiedenheiten. Es gibt unterschiedliche Gründe für einen Krieg und daher auch verschiedene Arten von Kriegen. Da gibt es zum Beispiel Angriffskriege oder Verteidigungskriege, Eroberungs-, Befreiungs-, Welt-, Glaubens- oder Bürgerkriege. Bei Bürgerkriegen bekämpfen sich nur Volksgruppen innerhalb eines Landes. Im Gegensatz dazu stehen sich bei einem Weltkrieg ganze Verbindungen von verfeindeten Ländern gegenüber. In der Vergangenheit gab es insgesamt zwei Weltkriege, bei denen sich viele Länder weltweit beteiligt haben, auch Deutschland war dabei. Insbesondere der 2. Weltkrieg wurde von Deutschland begonnen.

Krieg – (K)Ein Ende in Sicht?

In der heutigen Zeit herrschen weltweit immer noch viele Kriege, insgesamt in mehr als 20 Ländern der Erde. Ein Beispiel dafür ist Syrien, wo sich seit Anfang 2011 zwei Gruppen innerhalb des Landes in einem Bürgerkrieg bekämpfen. Außerdem gibt es Kriege, die schon seit fast 50 Jahre bis heute geführt werden, so zum Beispiel in Indonesien (Papua-Krieg). Auch wenn es viele Kriege gab und immer noch gibt, haben dennoch die meisten ein friedliches Ende gefunden. Bei einem Streit oder einer Meinungsverschiedenheit ist Gewalt keine Lösung. Das haben wohl auch die vielen verfeindeten Gruppen eingesehen und Frieden geschlossen. Ein Beispiel für das Ende einer Feindschaft sind Deutschland und Frankreich. Lange Zeit bekämpften sich die beiden Nachbarländer in Kriegen, bis sie endlich Freunde wurden. Heute arbeiten Deutschland und Frankreich eng zusammen.

Folgen von Krieg

Kriege, egal warum sie geführt werden, haben immer schreckliche Folgen für Menschen, Umwelt, Politik und Wirtschaft. Besonders tragische Folgen hat ein Krieg für die Bevölkerung, da viele Menschen verletzt oder getötet werden, Familienmitglieder und Freunde verlieren. Die Überlebenden leiden oft noch Jahrzehnte unter den schrecklichen Erlebnissen und Erfahrungen von Todesangst, Hunger, Folter und Verlust von Familie und Freunden. Ein Krieg hat zudem negative Auswirkungen auf die Wirtschaft eines Landes. Während einem Krieg werden neben der Umwelt oftmals Straßen, Industrieanlagen oder Stromversorgungen zerstört. Dadurch droht den Menschen Arbeitslosigkeit und Armut.

Kinder als Soldaten

In manchen Ländern der Welt kämpfen in einem Krieg nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder und Jugendliche. Diese Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren bezeichnet man als Kindersoldaten . Seit 2002 verbietet die Kinderrechtskonvention international, dass Kinder und Jugendliche in Kriegen kämpfen dürfen. Trotz des Verbotes halten sich nicht alle Länder daran. Weltweit gibt es schätzungsweise immer noch  250.000 Kindersoldaten. Davon kämpfen die meisten in Afrika, zum Beispiel im Kongo, in Nepal und im Sudan. Größtenteils handelt es sich bei den Kindersoldaten um Waisen (das heißt Kinder, deren Eltern gestorben sind) oder sehr arme Straßenkinder. Sie wissen nicht, wohin sie sich in ihrem Elend wenden können und schließen sich den Militärgruppen an, weil sie dort den einzigen Ausweg aus der Armut sehen. Die Aussicht auf Essen lockt viele freiwillig in eine Armee. Andere Kinder werden auch unfreiwillig gefangen genommen und gezwungen zu kämpfen. In der Armee werden die Kindersoldaten dann während Kriegen dazu gezwungen, Wache zu halten, schweren Proviant zu tragen oder mit Waffen andere Menschen zu töten. Einerseits sind diese Kinder Täter, da sie andere Menschen töten. Auf der anderen Seite sind sie aber gleichzeitig wehrlose Opfer, die durch die Militärgruppen zu grausamen Taten gezwungen werden. Ein Leben mit Schulalltag und Freizeit mit Freunden kennen diese Kinder nicht. Die Arbeit als Kindersoldat wird übrigens als extreme Form von Kinderarbeit gewertet und ist damit eine schwerwiegende Verletzung der UN-Kinderrechtskonvention.

Krieg in den Medien – nur Information?

Wenn man heute den Fernseher einschaltet, wird man zwangsläufig mit Kriegsnachrichten aus der ganzen Welt konfrontiert. Die Medien verfolgen mit ihren Kriegsberichten das Ziel, die Menschen auf der ganzen Welt bestmöglich über die aktuellsten Ereignisse zu informieren. Zeitungsagenturen und Fernsehsender stehen dabei in einem Konkurrenzkampf zueinander und kämpfen um die meisten Leser und Zuschauer. Aus diesem Grund versuchen sie oftmals Menschen möglichst lange durch spannende Kriegsberichte zu fesseln. Manche Medien stellen Krieg deshalb nicht einfach realistisch dar, sondern inszenieren ihn. Es werden zum Beispiel Kriegsursachen und schwierige Zusammenhänge vereinfach gezeigt, spezielle dramatische Bilder gewählt und stark betont wer gut und wer böse ist. Im wirklichen Krieg sind allerdings all diese Zusammenhänge oftmals viel komplizierter. Medien wollen durch diese Darstellungen von Krieg Gefühle in den Zuschauern und Lesern wecken. So sollen sie möglichst lange durch die Beiträge gefesselt werden. Dabei wird zugleich weniger Wert auf die sachgemäße Berichterstattung gelegt. Anstatt also zum Beispiel über die Ursachen und Hintergründe eines Konflikts zu berichten, werden tagesaktuelle Bombenangriffe auf Städte sowie deren verzweifelte Bewohner zur Schau gestellt. Außerdem wird manchmal versucht Gewalt und Leiden als beeindruckend oder sogar schön darzustellen, zum Beispiel durch Bilder der Zerstörung einer Stadt bei Sonnenuntergang. Man sollte daher als Zuschauer Berichte immer kritisch hinterfragen und sich über Hintergründe von Kriegen und Konflikten informieren.

Je nachdem wie unabhängig bestimmte Medien (Fernsehen, Radio, Zeitungen usw.) arbeiten, wollen sie manchmal nicht nur informieren, sondern auch eine bestimmte Meinung über einen Krieg unterstützen. Sie senden bzw. drucken in diesem Fall nur ausgewählte Bilder und Texte, die dem Zuschauer nur eine bestimmte Sicht der Dinge vermitteln sollen. Das geschieht zum Beispiel dann, wenn die Medien in einem Staat dessen Teilnahme an einem Krieg rechtfertigen wollen. Sie stellen den Krieg dann so dar, dass er für die Menschen des eigenen Staates als gerechtfertigt erscheint.

Krieg in Kindernachrichten

Neben Nachrichten und Zeitungsberichten gibt es auch spezielle Kindernachrichten, die für Kinder verständlich über aktuelle Ereignisse informieren – so auch über den Krieg. Die Kinderprogramme nehmen ihre jungen Zuschauer ernst und liefern ihnen Hintergründe eines Krieges, um die Konfliktursache zu verstehen. Diese Erklärung eines Ereignisses (wie z.B. Krieg) ist bei Kindernachrichten oftmals wichtiger als der Neuigkeitswert einer Nachricht. Kindernachrichten versuchen Rücksicht darauf zu nehmen, dass viele Kriegsberichte auch ängstigen können. Kinder werden also in Kindernachrichten keine schlimmen Kriegsbilder zu sehen bekommen, vor denen sie sich noch lange danach fürchten müssen. Außerdem wird in guten Kindernachrichten keine bestimmte Position vermittelt, sondern versucht alle Probleme rund um den Krieg darzustellen – unabhängig davon, wer an dem Krieg beteiligt ist. Oft werden in Kindernachrichten auch gewaltfreie Lösungsmöglichkeiten vorgestellt, die Anregungen zum Umgang mit Gewalt geben.

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  • Wie stellst du dir Krieg vor?
  • Wie könnte man Kriege verhindern? Was denkst du über den Einsatz von Kindersoldaten? Würdest du das in Deutschland befürworten?
  • Fühlst du dich in Deutschland sicher vor einem Krieg?
  • Haben deine Eltern oder Großeltern vielleicht schon mal einen Krieg miterlebt?
  • Wie sollte Krieg gezeigt werden?
  • Wie erlebst du die Darstellung von Krieg in den Nachrichten? Sollte es spezielle Kindernachrichten geben?
  • Welche Gefühle tauchen in dir auf, wenn du an Krieg denkst? Oder hast du eigene Erfahrungen mit Krieg gemacht?

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Eure Kommentare

Das ist Nicht gut mit dem Krieg

krieg ist nicht cool

Krieg hilft nicht Konflikte zu lösen es macht es nur noch schlimmer viele Menschen wissen das nicht

Nach meiner Meinung gab es niemals einen guten Krieg und niemals einen schlechten Frieden.

Krieg mag ich nicht. Es tut mir in der Seele weh, wenn ich Bilder sehe, wenn Kinder wo liegen und verlegt oder am sterben sind. Wenn ich so was sehe dann muss ich fast heulen. Ich habe noch keinen Krieg erlebt und ich will auch keinen 3Weltkrieg erleben.

Ich finde es schlimm, den Krieg.

Wir sind gegen Krieg. Wir wollen dass es allen gut geht und es keinen Krieg gibt . Euer Text hat uns weiter geholfen in unserer exhibition wir stimmen euch in allem zu. Eure ibsm (international bilingual school munich).

Krieg sollte nicht sein. Was bringt das eigentlich außer Millionen Tote, das frag ich mich seit langen???

Krieg ist nicht schön!

Krieg is doof