Eure Geschichten

Al­lein un­ter Wöl­fen (Ka­pi­tel 8)

Beim Arzt

Zusammen gingen sie zum Arzt, davor mussten sie noch in das Haus von Mias Familie, die Krankenkarte holen. Mia fühlte sich in der Stadt unwohl, es stank und es waren viel zu viele Menschen dort.

Als sie beim Arzt ankamen, blieben sie stehen. Das Haus war sehr groß und hoch, es war ganz weiß und hatte eine Glastür, die zum Treppenhaus führte. Durch die Glastür sah man neue, weiße, mit rotem Teppich belegte, Treppenstufen. Mia ging zur Tür und drückte ihr Gesicht an die Scheibe. Wieder kamen sehr viele Erinnerungen hoch, aber sie wollte sie sehen, sie wollte ihre Familie sehen. Sie schaute immer weiter, sie wollte jede freie Minute mit ihr verbringen. Nach mehreren Minuten faste sie sich ein Herz und drückte die Türklinke hinunter. Als die Tür schon halb offen war, drehte sie sich zu Maximilian um und schaute ihm traurig und ängstlich in die Augen. Sie wollte die Tür gerade noch weiter öffnen, als sie die Tür los lies, auf Max zu rannte und ihm noch einmal um den Hals fiel und flüsterte: „Ich komme wieder, ich werde dich nicht noch einmal im Stich lassen!“ Danach lies sie ihn los, schaute ihm noch einmal tief in die Augen und rannte wieder zur Tür, öffnete sie, drehte sich noch einmal zu Max um und ging in den, steril riechenden, Raum. Wieder kam ihr ein anderer Geruch in die Nase, sie konnte den Geruch nicht beschreiben, aber wenn steril einen Geruch hätte, wäre das der Geruch! Vorsichtig ging sie nach oben, zum Arzt.

Oben angekommen, war wieder eine Glastür, aber diese war anders, sie milchig-weiß, hatte eine seltsame Struktur und sie war beschriftet. Mia ging auch durch diese Tür, ein Hitzeschwall kam auf sie zu und hüllte sie ein. Ein noch sterilerer Geruch durchzog ihren Körper. Sie fühlte sich steril, ein seltsames Gefühl, was noch verwunderlicher war, war dass ihre Wade gar nicht mehr brannte. War das normal? In dem Aufenthaltsraum saßen viele Kinder, aber alle sahen noch viel schlimmer aus als sie, in dem Moment fühlte sie sich so gesund, wie noch nie. Vorsichtig ging sie zur Rezeption. Sie schaute auf den Kopf einer der drei Sekretärinnen, sie hatte ihre, schwarz-grauen, Haare zu einem strengen Dutt gebunden. Mia machte einen vorsichtigen Versuch, sie anzusprechen: „Ähm, ähm, Entschuldigung, äh, ich habe mir eine Grippe eingefangen und ich hatte eine Verletzung an meiner Wade, die sich entzündet hat.“ Frau Röpp (stand auf dem Schild an ihrem Kittel) schaute zu ihr auf, in dem sie nur den Kopf hob, ihren Stift hatte sie immer noch auf ihrem Blatt. Ihr Gesicht konnte man, vor Falten, kaum mehr erkennen. Künstlich freundlich, meine sie nur: „Zeig doch mal!“ Verschüchtert zog sie ihr Hosenbein hoch und zeigte ihr die Wunde.

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