Eure Geschichten

Al­lein un­ter Wöl­fen (Ka­pi­tel 9)

Kapitel 9:

Sie war verschorft, aber es war ein anderer Schorf, er war rosa (durch die Entzündung). Die Sekretärin musterte sie seltsam. „Hat dich ein Hund gebissen? Ist ja auch egal, interessiert mich eh nicht! Ich bräuchte dann noch deine Daten und deine Krankenkarte.“ Sie streckte ihre Hand auffordernd hin. Mia war von dem Sinneswandel so überrascht, dass sie als Erstes nur verwirrt auf ihre Hand starrte. „Die Krankenkarte bitte!“ Mia war aus ihrer Verwirrung erwacht und legte die Karte auf den Tresen. Frau Röpp verdrehte die Augen und nahm die Karte an sich. Was hatte Mia denn jetzt schon wieder falsch gemacht? Sie gab ihr alle benötigten Daten, als sie ihre Krankenkarte zurückbekam, ging sie auf einen leeren Platz zu.

Sie wollte sich gerade hinsetzen, als auch schon die Stimme des Arztes ihren Namen aufrief: „Mia Sibille Neuhoff, bitte in Zimmer 3!“ Sie, gleich als Erste? Das konnte doch nicht stimmen! „Mia Sibille Neuhoff?“ ertönte wieder die Stimme des Arztes. Ohne zu zögern ging sie in Zimmer 3. „Guten Tag Mia, du warst sehr lange nicht mehr hier! Ich habe das mit deiner Familie gehört, schrecklich! Wirklich sehr, sehr schrecklich! Wie ist es eigentlich passiert, ich habe nur das Munkeln der Medien gehört.“ „Bitte entschuldigen Sie, ich möchte nicht darüber reden!“ versuchte Mia ihm auszuweichen. „Oh, tut mir leid, ich wollte nicht aufdringlich wirken! Aber stimmt es, dass sie von Wölfen umgebracht wurde?“ der Arzt wollte nicht aufgeben. „Wollen Sie sich lieber um meine Wunde kümmern?“

Nach etwa einer halben Stunde, kam sie schweißgebadet aus der Tür des Krankenhauses, wieso? Der Arzt hatte sie mit den Fragen zu ihrer Familie an den Rand ihrer Nerven gebracht, die ganze Hektik und Aufregung, hielt sie nicht mehr aus und dazu noch diese unbeschreibliche Hitze in dem Raum! Sie wollte eigentlich gleich in den Wald, zu den Wölfen, aber sie erinnerte sich an ihr Versprechen und überlegte, ob sie es nicht doch brechen sollte, aber erkannte gleichzeitig, dass Max ihr dann nie wieder vertrauen würde. Dann ging sie nach langem Zögern auf zu Maximilians Wohnung. Auf dem Weg drehte sie sich oft sehnsüchtig zum Wald um und schüttelte traurig den Kopf. Was würden die Wölfe jetzt machen? Party? Ein winziges Lachen zuckte über ihre Lippen, ihr gefiel der Gedanke.

Was bisher geschah...

Deine Meinung

  • Ist super
    120
  • Ist lustig
    105
  • Ist okay
    110
  • Lässt mich staunen
    109
  • Macht mich traurig
    110
  • Macht mich wütend
    113

Eure Kommentare

Spannend!
Spannend 👍🏻
Echt super und auch traurig!