Eure Geschichten

Die Magie der Wünsche - Kapitel 10

Probleme und Lösungen

In der Schule konnte ich mich mal wieder nicht konzentrieren, denn meine Gedanken kreisten die ganze Zeit um Charlie und sein riesiges Problem. Ich war tatsächlich ratlos. Nach der Schule fuhr ich mit Grace nach Hause und wir verspeisten beide jeweils zwei Portionen Nudeln mit Tomatensoße. Dann setzten wir uns an die Hausaufgaben und als wir diese erfolgreich bearbeitet hatten, führten wir eine kurze Krisensitzung durch. „Grace, hast du noch irgendeine Idee, wie wir Charlie helfen können?“, fragte ich sie verzweifelt. „Hmmm, vielleicht kann er ja alleine in seinem alten Haus weiterleben? Wäre das nicht eine Option?“ „Nein. Er hat mir erzählt, dass sein Haus abgeschlossen ist und er keinen Schlüssel hat. Denn einmal am Tag kommt so ein komischer Mann, der das ganze Haus kontrolliert und dann wieder geht. Charlie könnte sich unmöglich so oft und lange dort verstecken, dass würde der Mann merken.“ „Okay, aber hat er denn keine Verwandten? Omas, Opas, Tanten, Onkel? Bei denen könnte er doch wohnen!“ „Grace, das wäre doch viel zu einfach! Darüber hatten wir natürlich auch schon nachgedacht, aber auch das geht nicht, denn seine einzige Omi, die ihn nicht ins Kinderheim stecken, aber sich um ihn kümmern würde wohnt gaaaaanz weit weg. Die anderen Verwandten sind alle zu faul oder haben zu viel zu tun um sich um Charlie zu kümmern und für ihn zu sorgen.“ „Oh mann, das ist echt schwierig. Aber wie wäre es, wenn wir für ihn alles besorgen, damit er überall und nirgendwo leben kann?“ „Überall und nirgendwo? Genau DAS wollen wir doch VERHINDERN!“ „Nein, Letty, das hast du falsch verstanden. Ich möchte ihm so helfen, dass es für ihn schön ist überall und nirgendwo zu leben! Wir bauen ihm einen Unterschlupf, besuchen ihn ganz, ganz oft, bringen ihm immer leckeres zum Essen mit und versuchen, sein Leben so, wie es ist, schön zu machen! Was hältst du davon?“ Grace sah mich mit erwartungsvoller Miene an. „Ja, können wir ja mal versuchen. Aber bevor wir irgendwas machen, müssen wir erst Charlie fragen! Schließlich geht es ja die ganze Zeit nur um ihn.“ „Klaro, machen wir!“

Und so schlenderten wir zwei Straßen weiter zum Treffpunkt mit Charlie. Er erwartete mich bereits. Von Grace wusste er ja noch gar nichts. „Hi Charlie! Ich habe meine beste Freundin Grace mitgebracht. Zu dritt können wir mehr anpacken und drei Köpfe haben mehr Ideen als zwei. Sie wird uns helfen!“ „Hi Grace, ich bin Charlie.“, stellte Charlie sich vor. „Hallo Charlie. Scarlett und ich haben vorhin schon überlegt, was wir machen könnten, damit du ein schöneres Leben wieder führen kannst. Sie hat mir auch schon alles erzählt. Uns kam die Idee, dass wir dir einfach dein Leben, so wie es gerade ist, schöner machen könnten! Wir bauen die einen Unterschlupf, versorgen dich mit Essen und leisten dir ganz viel Gesellschaft! Und für die Schule helfen wir dir auch! Wie fändest du das?“, fragte Grace mit strahlendem Gesicht. „Okay, können wir ja mal versuchen.“ Und so machten wir uns wieder auf die Suche nach einem Unterschlupf für Charlie. Natürlich durfte auch Grace Lukuko kennenlernen und Lukuko lernte auch ihren Namen. Grace war fast die ganze Zeit mit Lukuko beschäftigt, denn sie fand ihn „supersüß“, wie sie sagte. Dank Grace war ich wieder bester Laune und sehr hoffnungsvoll.

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Super toll!!!! 😃